Eine Benutzeroberfläche zur Darstellung von Virtuellen Organisationen und Grid-Diensten
In Zukunft wird IT-Rechenleistung ähnlich der Strom- oder Wasserversorgung auf der Basis von Grid-Infrastrukturen kundenorientiert und gebündelt zur Verfügung gestellt werden können. Eine solche Infrastruktur wird in Deutschland seit dem 1. September 2005 im Rahmen des D-Grid-Verbundes aufgebaut, ähnliche e-Science-Initiativen sind auch in anderen Ländern zu finden. Der Anspruch von Grid Computing ist die gemeinsame Nutzung von Rechnern, Software und Daten zur Problemlösung in Virtuellen Organisationen (VO). Ein Charakteristikum derartiger Organisationen ist deren Dynamik, da Ressourcen, Dienste und Mitglieder "kommen und gehen", wodurch Servicebereitschaft und bereitgestellte Leistungen einer solchen Virtuellen Organisation flexibel sind.
Im Rahmen des D-Grid-Projektes untersucht der Lehrstuhl Fragen des Managements Virtueller Organisationen und des Dienst- und Ressourcen- Monitorings in Grids. Dazu sind mehrere Forschungsinitiativen gestartet worden, die sich dem Management des Lebenszyklus von VOs ebenso widmen, wie dem Zustandsmonitoring. Beiden Richtungen gemeinsam ist die Frage des Zustands einer VO und der Darstellung ihrer Struktur. Teilfragen sind hier beispielsweise: Aus welchen Ressourcen und Diensten besteht eine VO X ? An welcher VO nimmt eine Ressource bzw. ein Dienst X teil? In welchem Zustand befinden sich die Ressourcen, wie ist die Qualität der Dienste ?
Diese Fragen können aus im Grid vorhandenen Index-Registern, Diensten und
Datenbanken grundsätzlich beantwortet werden. Hierfür wird eine
Nutzerschnittstelle benötigt, die eine grafische Aufbereitung der Daten
vornimmt.
Ziel des FOPRAs ist die Erstellung einer Benutzeroberfläche zur Darstellung von Daten über Ressourcen, Dienste und VOs in einem Grid. Aufbauend auf den vorhandenen dynamischen Metadaten sollen verschiedene Sichten zur Verfügung gestellt werden. Neben einer Funktion zur Aggregation soll auch eine Darstellung der Diensthierarchie möglich sein.