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Hintergrund und Motivation:
Grid Computing ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie Rechner, Software und Daten zur koordinierten Problemlösung in so genannten Virtuellen Organisationen (VO), einer aufgabenspezifischen Kooperation rechtlich unabhängiger realer Organisationen. Charakteristika von VOs sind deren Dynamik im Inneren (Teilsysteme/Mitglieder können "kommen und gehen" bzw. ihre Serviceleistungen ändern) und Äußeren (VOs werden dynamisch gebildet und zerstört) sowie die Heterogenität der an einer VO beteiligten realen Organisationen, sowohl in organisatorischer als technischer Hinsicht. Dem Management Virtueller Organisationen kommt daher eine zentrale Bedeutung zu. Im Rahmen der D-Grid Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden am Lehrstuhl in Kooperation mit dem Institut für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) des Forschungszentrums Karslruhe und dem Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI in Sankt Augustin verschiedene VO-Management-Dienste auf der Basis offener Grid-Standards konzipiert. Auf Grund der unterschiedlichen Ausrichtungen der Grid-Communities und deren Festlegung auf bestimmte Grid-Middleware-Ansätze müssen diese Dienste Middleware-übergreifend angelegt werden.
Ein erheblicher Fragenkomplex betrifft deshalb die technische Harmonisierung des VO-Verständnisses der für das D-Grid relevanten Grid-Middlewares Globus Toolkit 4, UNICORE und gLite und damit zusammenhängende Fragen der Interoperabilität. Dies betrifft insbesondere die Administration der Mitgliedschaften zu VOs.
Ziel der Arbeit:
Die Arbeit verfolgt mehrere Ziele. Es soll zunächst analysiert werden, welches VO-Verständnis den unterschiedlichen Middleware-Konzepten zu Grunde liegt, wie VOs mit den bestehenden Techniken etabliert und administriert werden können und wo die Grenzen liegen (bezogen auf einen Kriterienkatalog). Anschließend soll das am Lehrstuhl entwickelte generische VO-Management-Modell zunächst konzeptionell an die Bedürfnisse der D-Grid-Umgebung angepasst werden, dann in Teilen prototypisch so umgesetzt werden, dass VOs "transparent" administriert werden können. Der Nachweis der Tragfähigkeit erfolgt über entsprechende Use Cases. Vorhandene Ressourcen:
Für die Erstellung der Arbeit kann auf eine (einfache) Grid-Infrastruktur am Lehrstuhl und ein LMU/LRZ-Testgrid zurückgegriffen werden. Die Arbeit baut auf einer Reihe bisheriger FOPRAs/SEPs auf. Aufgabensteller:
Prof. Dr. H.-G. Hegering
Anforderungen:
UML, Java, Web Services
Dauer der Diplomarbeit: 6 Monate
Anzahl Bearbeiter: 1 bis 2
Betreuer:
Michael Schiffers, Oettingenstr. 67, Raum D 0.3 (Erdgeschoß), Tel. 2180-9164
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